Personal, Führung, Motivation

 

Annegret Bolte, Judith Neumer (Hrsg.):

Lernen in der Arbeit. Erfahrungswissen und lernförderliche Arbeitsgestaltung bei wissensintensiven Berufen

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2021, 218 S.,
ISBN 978-3-95710-284-3 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-384-0 (e-book pdf), € 22.99

Lernförderliche Gestaltung von wissensintensiver Arbeit? Ist so etwas (noch) nötig? Ist wissensintensive Arbeit – im Unterschied zur ‚Arbeit am Fließband‘ – nicht ohnehin schon lernförderlich?

Dieses Buch gibt Einblicke in neue Entwicklungen von Arbeit: Im Mittelpunkt steht das Erfahrungswissen über betriebliche Prozesse und Zusammenhänge. Dieses erfahrungsbasierte Kontextwissen ist gerade bei wissensintensiver Arbeit in der technischen Entwicklung und bei technikorientierten Projekten unverzichtbar: Das vorhandene systematische Fachwissen muss durch ein solches Kontextwissen ergänzt und erweitert werden. Zu dessen Erwerb ist ein erfahrungsgeleitetes Lernen bei der Arbeit erforderlich, das jedoch in Unternehmen – zumeist unbeachtet – in vielfacher Weise erschwert und behindert wird. Hieraus ergeben sich neue Anforderungen an die lernförderliche Gestaltung von Arbeit.

In diesem Buch werden die bisherigen Grundsätze lernförderlicher Arbeitsgestaltung erweitert und neue Modelle lernförderlicher Arbeitsgestaltung aufgezeigt. Diese stellen sich als richtungsweisend für eine zukünftige Arbeitspolitik dar. So ergeben sich hieraus neue Impulse für die Arbeitsgestaltung in der Produktion, in der Verwaltung und bei Dienstleistungen.

Schlüsselwörter: Erfahrungswissen, erfahrungsbasiertes Kontextwissen, subjektivierendes Arbeitshandeln, Digitalisierung, Projektarbeit, technische Planung, erfahrungsgeleitetes Lernen, lernförderliche Arbeit, lernförderliche Arbeitsgestaltung, Lernhemmnisse, personengebundene Simulation, personalpolitische Modelle, interventionsorientierte Fallstudienforschung

 

Christian Scholz, Volker Stein:
Die Bologna-Krake. Unangenehme Wahrheiten zum Zustand unserer Universitäten

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 112 S., A4 quer,
ISBN 978-3-95710-283-6 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-383-3 (e-book pdf), € 27.99

Ein Blick hinter die Kulissen der sogenannten „Bologna-Reform“, die seit ihrer Einführung 1999 das deutsche Universitätssystem komplett verändert hat. Anstatt um das Schaffen eines Wettbewerbsvorteils für Deutschland durch bessere Bildung ging es um Regulierung, Kostenreduktion und Machtfragen: zwei Jahrzehnte voller Industriehörigkeit, Zentralisierung, Selbstbedienung der Profiteure und provoziertes Systemversagen. „Bologna“ mitsamt seinen Konsequenzen ist alles andere als harmlos – in Wahrheit ist es ein Angriff auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Und ein totgeschwiegenes Fiasko.

Schlüsselwörter: Universitäten, Bologna-Reform, Bildungspolitik

 

Kim Wirtz:
Nachhaltiges Personalmanagement. Ein zukunftsfähiges Konzept oder konzeptlos in die Zukunft?

Praxisorientierte Personal- und Organisationsforschung,
hrsg. von Reiner Bröckermann, Band 27,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2021, 100 S.,
ISBN 978-3-95710-285-0 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-385-7 (e-book pdf), € 17.99

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der heutzutage kaum relevanter sein könnte. Was jedoch verbirgt sich konkret hinter nachhaltigem Personalmanagement? Welche Ziele und Instrumente zeichnen das Konzept aus? Mit welchen Alleinstellungsmerkmalen und langfristigen Erfolgsfaktoren kann es überzeugen, oder ist es gar nur ein Modebegriff, um im Rahmen des Employer Brandings zu punkten?

In diesem Buch wird das Konzept des nachhaltigen Personalmanagements ausführlich beleuchtet. Dabei werden sowohl ökonomische und soziale als auch ökologische Aspekte fokussiert, wobei letztere im Rahmen des Konzepts Green HRM besonders hervorgehoben werden. Zugleich werden wesentliche Schwachstellen des nachhaltigen Personalmanagements aufgedeckt.

Schlüsselwörter: Nachhaltiges Personalmanagement, Nachhaltigkeit, Green HRM, Triple Bottom Line, Stakeholderorientierung

 

Meik Führing:
Führung und Management in den unendlichen Weiten. Lehren aus der Star Trek-Filmanalyse

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2. erweiterte Aufl. 2020, 334 S.,
ISBN 978-3-95710-277-5 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-377-2 (e-book pdf), € 29.99

Mit seinen sieben Einzelserien Raumschiff Enterprise, The Next Generation, Voyager, Deep Space Nine, Enterprise, Discovery und Picard ist Star Trek hinsichtlich der Zuschauerzahlen und der Impulse für neue Technologien die wohl erfolgreichste und langlebigste Science Fiction-Serie aller Zeiten. Auch für den Bereich Führung und Management lohnt sich der vertiefende Blick auf Star Trek. Dieses Buch entwickelt anhand der Filmanalysen von Star Trek praxisnahe Lehren und Anregungen für erfolgreiches Führen in der Gegenwart. Es lässt den Leser teilhaben an den Managementerfahrungen der Führungskräfte der Sternenflotte. Die Lehren aus der Zukunft – aus den unendlichen Weiten – sollen dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen für zentrale Handlungsfelder und mögliche Gestaltungshebel von Führungskräften. Zukünftige Führungskräfte, die sich auf ihre Führungsrolle vorbereiten möchten, erhalten vorerlebbare und gut erinnerbare Situationen und Handlungsempfehlungen, die in einer (späteren) eigenen Führungsherausforderung hilfreich sein können. Neu aufgenommen in der zweiten Auflage wurden die beiden neuen Serien Discovery und Picard. Ergänzt wurde auch ein komplett neues Kapitel zu einem integrierten Krisenmanagement und Change Management. Der Aufbau des Buches gliedert sich, nach einem Einleitungsteil über Star Trek und die Sternenflotte, in insgesamt sechs Missionen zu den zentralen Handlungsfeldern für Führungskräfte: 1) Selbstverständnis Führungskraft, 2) Personalführung, 3) Teambuilding, 4) Unternehmensführung, 5) Selbstmanagement sowie 6) Krisenmanagement und Change Management. Das Buch richtet sich an heutige und zukünftige Führungskräfte, Personalmanager und -entwickler, Dozenten und Studierende von BWL, Management und Wirtschaftspsychologie, an interne und externe Berater und nicht zuletzt an alle Star Trek-Fans.

Schlüsselwörter: Führung, Management, Teambuilding, Selbstmanagement, Change Management, Krisenmanagement, Star Trek

 

Siegfried Rosner:
System Dynamics. Komplexe Sozialsysteme und ihren Wandel begreifen und gestalten

Systemische Organisationsberatung und Aktionsforschung,
hrsg. von Siegfried Rosner, Band 5,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 237 S.,
ISBN 978-3-95710-278-2 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-378-9 (e-book pdf), € 22.99

Beziehungsgeflechte, wechselseitige funktionale Abhängigkeiten und Veränderungsdynamiken von sozialen Systemen – seien es Organisationen oder ganze Gesellschaften – zeigen in der Regel eine hohe Komplexität. System Dynamics verweist auf die Veränderungsfähigkeit von Sozialsystemen und das Bestreben, manchmal verdeckte Funktions- und Wirkungszusammenhänge zu begreifen und damit den geplanten Wandel von Systemen besser zu gestalten.

Das Verstehen des oft auch informellen Regelwerks von Organisationen sowie von Struktur und Organisationsprinzipien gesellschaftlicher Verhältnisse fördert den Aufbau von System-Kompetenz, soziologischem Orientierungswissen und Navigationsvermögen in einem sich schnell verändernden Umfeld.

Neben einem Gastbeitrag von Hans J. Pongratz und G. Günter Voß zu „Fremdorganisierte Selbstorganisation“ vereinigt der Sammelband Aufsätze des Soziologen Siegfried Rosner zum Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft, zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Fragestellungen sowie zum systemischen Ansatz in Konfliktmediation und Strukturaufstellung, die über einen Zeitraum von 30 Jahren entstanden sind.

Sowohl in seiner wissenschaftlichen Arbeit als auch als langjähriger Managementtrainer und Organisationsberater befürwortet er in den hier versammelten Einzelbeiträgen eine sozialwissenschaftliche Reflexion der (Design-)Verant­wortung für Soziale Systeme und beleuchtet damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, Wissenschaft und Beratung.

Schlüsselwörter: Organisationsberatung, Systemtheorie, Selbstorganisation, Managementkonzepte, Modernisierung, Strukturaufstellungen, Aktionsforschung, Arbeitsgesellschaft, Arbeitskraftunternehmer

 

Wolfgang H. Güttel (Hg.):
AUSTRIAN MANAGEMENT REVIEW.
Volume 10

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 124 S.,
ISBN 978-3-95710-282-9 (print), € 19.80

Volume 10 enthält folgende Beiträge:

Vorwort von Wolfgang H. Güttel und Stephan M. Klinger

Editorial von Stefan Konlechner

Rupert Hasenzagl, Barbara Müller
Organisationen ohne Hierarchie? (Organisation)

Karin Link, Ralph Sichler
Responsible Leadership (Führung)

Martin Rost, Matthias Peter, Christian A. Mahringer, Birgit Renzl
Rollen-Anforderungen für die Zusammenarbeit in Scrum Teams (Management)

Jörg Freiling, Kai Stührenberg, Martin Holi
Exploration durch digitale Transformationsräume (Innovation)

Kurt Schwarzlmüller
Wie steigere ich meine Umsetzungskompetenz (Lernen)

Peter Christensen, Barbara Müller
Beidhändig kompetent (Kompetenzen)

Stephan M. Klinger, Milan Mijalkovic
Schreiben wir das „Book of Humankind“ (Reflexion)

Gerald Mitterlehner
Oldies but Goldies (Personalmanagement)

Roman G. Bayer, Markus Latzke, Stefan Konlechner
Organisationales Katastrophenmanagement (Management)

Interview mit Ann-Christine Schulz
Krisenmanagement – Vorsicht bei Downsizing

Interview mit Wolfgang H. Güttel
Führung und Wandel in Krisensituationen

 

Sebastian Burger, David J. Offenwanger, Jan Hendrik Quandt, Stefanie Reiter und Christoph Schank (Hrsg.):
Führungsverantwortung und Führungsversagen

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 188 S.
ISBN 978-3-95710-279-9 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-379-6 (e-book pdf), € 27.99

Führung ist ein komplexer sozialer Prozess. Betriebswirtschaftliche Ziele zu erreichen, Aufgaben und Prozesse zu ordnen, die Zufriedenheit aller Anspruchsgruppen im Blick zu haben – insgesamt viel Verantwortung zu tragen –, gehört zu den Aufgaben einer Führungskraft. Entsprechend vielschichtig gestalten sich die Anforderungen an Führungspersonen, die sich zudem mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen verändern. Galt Korruption beispielsweise lange als Kavaliersdelikt, wird heute erwartet, illegale und illegitime Praktiken zu ächten und entsprechende Regelungen in die Organisationskultur zu integrieren. Die Etablierung einer ganzheitlichen Compliance-Struktur, die unter anderem ein Meldesystem für anonyme Vorstöße vorsieht, unterstützt Betriebe in ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Themen wie die Kompetenz ethisch reflektierten Führens, die Wirkweise werteorientierten Coachings sowie die Auswirkung von Psychopathie auf den Unternehmenskontext werden in diesem Band sowohl im Theoretischen also auch in Bezug auf einzelne Praxisfelder und mit Blick auf Wirtschaft und Gesellschaft behandelt.

Die Consulting Akademie Unternehmensethik bietet seit 2003 Studierenden und Young Professionals die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Summer School mit den Grundlagen ethischen Handelns als wirtschaftlicher Akteur auseinanderzusetzen, und publiziert Sammelbände zu den jeweiligen Themenschwerpunkten. Das vorliegende Buch umfasst die Ergebnisse der beiden Summer Schools 2016 und 2017 zu den Themen „Wirtschaftskriminalität & Compliance“ sowie „Sicherheit & Freiheit“.

Mit Beiträgen von Claudia Buengeler, Nadine Bliedung, Daniel Gottal, Michael Heisel, Volker Lingnau, Ute Müller, Jan Dehne-Niemann, Till E. Dehne-Niemann, Horst Pöttker, Lia Polotzek, Christoph Schank, Dirk Seeburg, Rebekka Skubinn und Norbert Graf von Stillfried

 

Axel Haunschild, Florian Krause, Christiane Perschke-Hartmann, Andrea-Kristin Schubert, Günther Vedder, Martin Vogel (Hrsg.):
Arbeit und Zeit

Schriftenreihe zur interdisziplinären Arbeitswissenschaft,
hrsg. von Axel Haunschild, Günther Vedder, Band 12,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 256 S.,
ISBN 978-3-95710-274-4 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-374-1 (e-book pdf), € 24.99

Die Zeit ist ein zentrales Strukturprinzip moderner Gesellschaften und der Arbeit in Organisationen. Viele berufliche und private Herausforderungen hängen mit Zeitknappheit, dringenden Terminen, Überstunden sowie Beschleunigung zusammen. Die Menschen wünschen sich demgegenüber mehr Eigenzeit, Flexibilität, Entschleunigung und Auszeiten. Innerhalb der Arbeitswissenschaft wurde dem Zusammenhang von Arbeit und Zeit schon lange eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. In Unternehmen hat sich das Arbeitszeitmanagement in den letzten Jahren zu einem zentralen Handlungsfeld der Personalpolitik entwickelt. Wie sollen mobiles Arbeiten, Teilzeitführung, Sabbaticals und Workation organisiert werden? Wie wirkt sich die Einführung agiler Arbeitsformen auf die Zeitnutzung aus? Lässt sich die Erschöpfung der Beschäftigten durch ein besseres Selbstmanagement reduzieren? Und wie passen die Themen Zeit und Nachhaltigkeit eigentlich zusammen? Mit solchen Fragen beschäftigen sich die vier Fachbeiträge und drei umfangreichen Studien in diesem Sammelband. Er ist am Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft der Leibniz Universität Hannover entstanden. Die Autor*innen arbeiten entweder als Wissenschaftler*innen an diesem Institut oder haben dort den Masterstudiengang Arbeitswissenschaft absolviert.  

Schlüsselwörter: Arbeitszeit, Agilität, Nachhaltigkeit, Erschöpfung, Teilzeitführung, Mobiles Arbeiten, Sabbatical, Workation, Selbstmanagement, Zeit

 

Juliane Neumann:
Zusammenspiel von National- und Professionskultur im internationalen Transfer des Performance Managements. Eine Fallstudie zur Rezeption in europäischen Tochtergesellschaften auf Basis der ‚multiple cultures‘ Perspektive und unter besonderer Berücksichtigung der Mitarbeiterperspektive

Schriftenreihe Internationale Personal- und Strategieforschung,
hrsg. von Marion Festing und Susanne Royer, Band 17
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 312 S.
ISBN 978-3-95710-276-8 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-376-5 (e-book pdf), € 27.99

Um Synergien zu bilden und Wettbewerbsvorteile zu sichern, werden Managementpraktiken von Multinationalen Unternehmen häufig standardisiert und international transferiert. In der Vergangenheit sind internationale Transferprozesse jedoch oftmals gescheitert oder nur konfliktreich umgesetzt worden, da kulturelle Merkmale der ausländischen Tochtergesellschaften nicht berücksichtigt worden sind. Insbesondere HR-Praktiken wie das Performance Management sind durch ihren nationalen Kontext geprägt und weisen z. T. elementare Differenzen zu anderen Ländern auf. Bisher hat sich die Forschung primär auf die Perspektive des Managements konzentriert. Diese Arbeit widmet sich bewusst der Mitarbeiterperspektive und geht der Frage nach, welche kontextuellen Faktoren die Rezeption von Mitarbeitern beeinflussen und einen erfolgreichen Transfer ggf. hemmen können.

Die Autorin entwickelt hierzu auf Basis der multiple culture‘-Perspektive ein theoretisch umfassendes Transfermodell, das disziplinübergreifend alle bekannten Einflussfaktoren sowie die Rezeptionsmuster selbst skizziert. U.a. werden Erkenntnisse aus der interkulturellen und vergleichenden Kulturwissenschaft, der strategischen (Personal-)Managementforschung, der Linguistik und dem Neo-Institutionalismus integriert. Das Modell wird durch eine empirische Fallstudie reflektiert und erweitert. Durch das Modell werden das komplexe Wechselspiel möglicher Einflussfaktoren auf die Rezeption sowie Umsetzungsmuster deutlich veranschaulicht.

Die Arbeit knüpft damit an die noch immer aktuelle Debatte um globale Standardisierung und lokale Anpassung in Wissenschaft und Praxis an und bietet durch ihren innovativen Forschungsansatz wie den Fokus auf die Mitarbeiterperspektive neue Erkenntnisse. Zudem werden Praktikern, die einen internationalen Transfer zu verantworten haben, wertvolle Hinweise für die Implementierung und Rekontextualisierung der Managementpraktik gegeben.

Schlüsselwörter: Multinationale Unternehmen, internationales Personalmanagement, Performance Management, internationaler Transfer, globale Standardisierung, lokale Anpassung, multiple cultures perspective, Rekontextualisierung

 

Simone Cohnen:
Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: Status quo und Handlungsansätze

Praxisorientierte Personal- und Organisationsforschung,
hrsg. von Reiner Bröckermann, Band 26,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 126 S.,
ISBN 978-3-95710-275-1 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-375-8 (e-book pdf), € 17.99

Wie kann ein Unternehmen trotz Zeiten des Fachkräftemangels Mitarbeiter für das Gesundheitswesen gewinnen?

Dieses Buch zeigt die Notwendigkeit aktiven Handelns von Arbeitgebern auf und verknüpft sowohl Theorie als auch Praxis. Die Betrachtung des Status quo und tiefergehende Analysen helfen, ein Verständnis für bestehende Probleme zu entwickeln.

Die detailliert geschilderten Handlungsansätze sind für Unternehmen aller Größen und Branchen umsetzbar. Potentiale zur Mitarbeitergewinnung können erkannt und ausschlaggebende Verbesserungen in den Bereichen der Führung und Bindung von Mitarbeitern erzielt werden. Dabei richtet sich der Fokus auf die im Gesundheitswesen Tätigen sowie auf die Personen, die sich gegen eine Berufstätigkeit in diesen Bereich aussprechen. Zahlreiche Grafiken und Tabellen ergänzen die konkreten und praxisnahen Beispiele.

Schlüsselwörter: Fachkräftemangel, Gesundheitswesen, Bindung, Führung, Recruiting

 

Doreen Richter:
Regionale Innovativität. Regional eingebettete Innovationsprozesse und ihre humankapitaltheoretischen Erfolgsdeterminanten

Empirische Personal- und Organisationsforschung, hrsg. von
Dorothea Alewell, Rüdiger Kabst, Albert Martin, Wenzel Matiaske, Werner Nienhüser, Florian Schramm, Wolfgang Weber, Band 60,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 404 S.,
ISBN 978-3-95710-270-6 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-370-3 (e-book pdf), € 29.99

Innovationen werden weltweit eine tragende Rolle für Prosperität und Wirtschaftswachstum zugesprochen. Dementsprechend ist die Sicherung der Innovationsfähigkeit auch ein großes Thema der wirtschaftspolitischen Gegenwart in Deutschland. Innovationen mögen in manchen Fällen globale Strahlkraft erreichen, sie entstehen aber im regionalen Kontext. Vor diesem Hintergrund geht dieses Buch der Frage nach, inwiefern die humankapitaltheoretische Zusammensetzung der lokal ansässigen Bevölkerung die Innovativität regionaler Wirtschaftsräume beeinflusst.

In diesem Zusammenhang werden das regionale Qualifikationsniveau, die ethnische Diversität und die soziale Milieustruktur als Ausprägungsdimensionen der Schaffung und Anwendung neuen Wissens analysiert. Außerdem wird der Bedeutung der räumlichen Nähe zu Hochschulen als Motor für die Generierung neuen, fachspezifischen Wissens ein Exkurs gewidmet. Im Rahmen dieser inhaltlichen Fragestellung wird sowohl theoretisch als auch empirisch den methodischen Problemstellungen der Zweckmäßigkeit verschiedener Raumabgrenzungsmethoden und der Eignung unterschiedlicher Indikatoren von Innovativität nachgegangen. Zu diesem Zweck wurde ein Bezugsrahmen erarbeitet, der die Aspekte Qualifikation und Perspektivvielfalt sowie das soziologische Konzept sozialer Milieus mit regionaler Innovativität verbindet, diese Konzepte auf Basis von Sekundärdaten auf verschiedenen Aggregationsgrade exploriert und in regionalen Wirkungszusammenhängen prüft. Damit ist dieses Buch nicht nur von theoretischem und empirischem Interesse für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Es ist auch von erheblicher praktischer Relevanz, denn die Wirtschaftspolitik interessiert sich auf nationaler wie auf europäischer Ebene naturgemäß dafür, welche pragmatischen Variablen sie auf regionaler Ebene beeinflussen kann, um die wirtschaftliche und soziale Wohlfahrt zu fördern.

Schlüsselwörter: Regionale Innovativität, Regionalentwicklung, Humankapital, Qualifizierungsniveau, Diversität, Soziale Milieus

 

Ann-Kathrin Beckmann:
Genderbezogene Erschließungsprozesse in der Ökonomischen Bildung. Zum Forschenden Lernen als Metamethode

Flensburger Schriften zu Unternehmertum und Mittelstand,
hrsg. von Dr. Werner Jackstädt-Zentrum, Band 10,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2020, 260 S.
ISBN 978-3-95710-268-3 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-368-0 (e-book pdf), € 24.99

Beschäftigt man sich mit Testungen bezogen auf Wirtschaftswissen und -können sowie die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten in der Domäne Wirtschaft wird eines schnell deutlich: Nahezu alle Untersuchungen attestieren Frauen und Mädchen Defizite. Diese werden selten hinterfragt, sondern manifestieren ein ums andere Mal den Status Quo einer defizitorientierten Perspektive auf die Fähigkeiten von Frauen und Mädchen in der Ökonomischen Bildung.

Hier setzt diese Arbeit an und strebt danach, die bisherige defizitorientierte Perspektive zu überwinden, indem sie einen konstruktivistischen Blick auf geschlechterdichotome Phänomene in der Ökonomischen Bildung wirft. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schülerinnen und Schüler sich aktiv Themen der Ökonomischen Bildung im Rahmen von Forschendem Lernen erschließen und welche genderbezogenen Konstrukte dabei zu Tage treten.

Diese Erkenntnisse sollen es nicht nur ermöglichen, Rückschlüsse zu einer gendersensiblen Ökonomischen Bildung und der Dekonstruktion von Geschlechterdichotomien zu geben, vielmehr ergeben sich Anregungen, Schülerinnen für Ökonomie zu begeistern und damit bisher ungenutzte Potenziale zu fördern.

Schlüsselwörter: Gender, Forschendes Lernen, Ökonomische Bildung, Erschließung, Dekonstruktion

 

Ulrike Frosch:
Typisch atypisch? Männer in der Haupterwerbsphase und ihr biographischer Umgang mit beruflichen Diskontinuitäten. Eine biographieanalytische Studie

Weiterbildung – Personalentwicklung – Organisationales Lernen, hrsg. von Sibylle Peters, Band 13,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2020, 256 S.
ISBN 978-3-95710-269-0 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-369-7 (e-book pdf), € 24.99

Flexible Beschäftigungsformen und zunehmende Diskontinuitäten im Erwerbsleben prägen die heutige Arbeitsgesellschaft und zeigen Auswirkungen auf Arbeitsmobilität und Arbeitsorganisation. Dabei stellen individuelle Diskontinuitätserfahrung bei gleichzeitiger gesellschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Orientierung an Normalarbeit eine besondere Herausforderung dar, sowohl für den Einzelnen als auch für eine veränderte Personalpolitik in Organisationen dar.

Ulrike Frosch untersucht in ihrer Arbeit, wie es Personen unter den beschriebenen Rahmenbedingungen gelingt, eine kohärente berufliche Identität herauszubilden und diese entsprechend im Erwerbsleben aufrechtzuerhalten. Über die Darstellung wichtiger sozial- und bildungswissenschaftlicher Forschungsstränge wird ein Bildungsverständnis im Sinne biographischer Arbeit zur Herstellung von Kohärenz erarbeitet, welches über die Grenzen von Qualifizierung, erwünschter Employability und Kompetenzentwicklung hinausgeht. Innerhalb eines differenzierten Konzepts der biographischen Kompetenz zeigt die Autorin eine Möglichkeit auf, individuelle Berufsbiographien angesichts erhöhter Kontingenzanforderungen im Kontext flexibilisierter und atypischer Erwerbsverläufe zu analysieren und argumentativ in sich schlüssig vorzustellen.

Schlüsselwörter: Atypische Beschäftigung, Erwerbsbiographien, Kompetenz, Biographie, Identität, Biographieforschung, Personalentwicklung

 

Stephanie Porschen-Hueck, Marc Jungtäubl, Margit Weihrich (Hrsg.):
Agilität? Herausforderungen neuer Konzepte der Selbstorganisation

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 265 S.,
ISBN 978-3-95710-271-3 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-371-0 (e-book pdf), € 24.99

Agilität ist ein Topthema in der Arbeitswelt. Das hat seinen Grund darin, dass selbstorganisiertes Arbeiten immer wichtiger wird und daher Alternativen zu herkömmlichen Formen betrieblicher Steuerung gefragt sind. Agile Verfahren bieten sich hierfür an. Was aber kann Agilität tatsächlich leisten? In diesem Band setzen sich Expert*innen aus Arbeitsforschung und -praxis aus unterschiedlichen Perspektiven mit dieser Frage auseinander. Was genau meint Selbstorganisation? Wie müssen betriebliche Rahmenbedingungen gestaltet sein, damit Agilität funktioniert? Wie geht man damit um, dass auch agile Verfahren formale Steuerungsinstrumente sind und Selbstorganisation einschränken? Welche alternativen Verfahren können Selbstorganisation fördern? Und worauf ist zu achten, wenn man Agilität aus der Softwareentwicklung in andere Bereiche exportieren möchte, in denen bereits in hohem Maße selbstorganisiert gearbeitet wird – wie etwa in der stationären Krankenpflege? Der Band lädt zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Agilität ein und eröffnet konkrete Gestaltungsvorschläge für selbstorganisiertes Arbeiten.

Schlüsselwörter: Agilität, Selbstorganisation, Innovationsarbeit, Interaktionsarbeit, Wissensarbeit, Formalisierung, Belastungen, Arbeitsgestaltung, Industrie, Gesundheitswesen und Pflege

 

Anna Mucha, Wiebke Frieß, Daniela Rastetter (Hrsg.):
Zwischen Entgrenzung, Subjektivierung und sozialer Interaktion. Arbeit im Kontext der Digitalisierung

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 266 S.,
ISBN 978-3-95710-273-7 (print), € 27.80
ISBN 978-3-95710-373-4 (e-book pdf), € 24.99

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt grundlegend, führt zu neuen Organisationsformen und einer zunehmenden Entgrenzung von Arbeit und privater Sphäre. Dies kann mehr Flexibilität bei der Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche bedeuten, begünstigt jedoch zugleich selbstgefährdendes Verhalten auf Seiten der Arbeitnehmer:innen, daraus resultierende Belastungen und psychische Probleme. Die empirischen Beiträge des vorliegenden Sammelbandes sind in einem nach dem Prinzip des forschenden Lernens ausgerichteten Forschungsprojekt entstanden, das mit Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg durchgeführt wurde. Sie adressieren die Aus- und Nebenwirkungen digitaler Arbeit aus einer akteursorientierten Perspektive als Herausforderungen für das Human Resource Management und befragen sie hinsichtlich ihrer personalpolitischen Implikationen.

Schlüsselwörter: Digitalisierung, Entgrenzung, Subjektivierung, Human Resource Management, Personalpolitik

 

Arbeitsmarkt und Industrielle Beziehungen

 

G. Günter Voß:
Lebensführung als Arbeit

Arbeit und Leben im Umbruch, hrsg.von G. Günter Voß, Band 24
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2. erw. Aufl. 2021, 471 S.,
ISBN 978-3-95710-286-7 (print), € 37.80
ISBN 978-3-95710-386-4 (e-book pdf), € 34.99

Der Band präsentiert eine erweiterte zweite Auflage des seit Langem vergriffenen Buchs „Lebensführung als Arbeit“. Das Thema Lebensführung erfreut sich nach breiten empirischen Untersuchungen zu unterschiedlichen Einzelfragen und komplexen theoretischen Bemühungen in mehreren Projekten im Raum München und dann auch weit darüber hinaus wieder einer großen Aufmerksamkeit. Umso mehr stellt sich erneut die Frage, was unter den gesellschaftlichen Bedingungen des 21. Jahrhunderts mit dem traditionsreichen Begriff gemeint sein kann, exakt 100 Jahre nachdem die Kategorie durch das Werk von Max Weber schon einmal starke Beachtung fand.

Der Rückblick auf die erste Fassung des Buchs erweist sich dabei mehr denn je als ausgesprochen hilfreich, weil dort wichtige theoretische Eckpunkte einer Theorie „Alltäglicher Lebensführung“ entwickelt wurden, die nichts an ihrer Relevanz eingebüßt haben. Im Gegenteil: Mit den schon damals dezidiert mit einer subjektorientierten Perspektive entwickelten Überlegungen lassen sich gerade heute wichtige und vor allem thematisch innovative konzeptionelle Gedanken sowie davon angeleitete Forschungen entwickeln. Dass sich dadurch aktuelle Themen, wie Genderfragen, Familien- und Sorgethemen, neue Formen von Arbeitsorganisation und Arbeitskraft, Auswirkungen digitaler Technologien u.a.m. in einer sehr spezifischen Weise zeigen, erweist deutlich die Fruchtbarkeit des subjekt- und alltagsbezogenen Blicks auf Lebensführung.

Dem Band ist neben einem neuen Vorwort eine zweiteilige Liste beigefügt mit Übersichten zu der seit dem Erscheinen der ersten Auflage des Buchs erschienenen Literatur zum Thema „Lebensführung“: einmal aus dem weiteren Kontext des Projekts „Alltägliche Lebensführung“ und zum anderen eine umfangreiche Gesamtbibliographie zur Verwendung des Begriffs in verschiedenen Zusammenhängen.

Schlüsselwörter: Lebensführung, Arbeit, Alltag, Subjekt, Subjektivität, Arbeit und Leben

 

Anna-Mara Schön:
Assessing the Level of Self-Reliance and Livelihood of Encamped Refugees. Syrian Refugees in Jordan

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 20,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 300 S.,
ISBN
978-3-95710-281-2 (print), € 29.80

Achieving self-reliance among refugees is favoured by many international organisations, though hardly achieved for refugee camps. In many cases, deprived of their human rights, located in remote areas and without access to the local labour market, encamped refugees have no other opportunity than turning to negative coping mechanisms to survive, including sex work, child labour, crime and dangerous work in the informal sector. This book concentrates on measuring self-reliance and identifying factors influencing it in camp settings.

Key words: Self-reliance, livelihood opportunities, refugees, refugee camps, power dynamics, gender equality, performance measurement, Syria, Jordan

 

Christa Larsen, Jenny Kipper, Alfons Schmid, Marco Ricceri (Eds.):
The Importance of SMEs as Innovators of Sustainable Inclusive Employment. New Evidence from Regional and Local Labour Markets

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 358 S.,
ISBN
978-3-95710-280-5 (print), € 27.80
ISBN
978-3-95710-380-2 (e-book pdf), € 24.99

SMEs are the backbone of the European economy, but in regional and local labour market monitoring approaches their specificities are not yet well considered. As SMEs have to compete with larger companies for human resources, they develop creative strategies for recruiting and retaining employees. This overall flexible approach proves to be a good tactic for staying in business, e.g. during a pandemic.

This publication delivers insights on the statistical relevance of SMEs and their importance for the functioning of regional and local labour markets. Additionally, it offers an organisational perspective on specific conditions for human resource management within European, national, regional and local policy frameworks. Most of the contributions in this anthology show insights drawn from the current COVID-19 pandemic. This perspective leads to further discussions on how these insights can be used to develop new concepts for regional and local labour market monitoring beyond the pandemic.

Key words: SME, sustainable inclusive employment, innovative human resource management, covid-19 pandemic, regional and local labour markets, labour market monitoring

 

Hariati Sinaga:
Competitive Pressures and Labour Rights. The Indonesian Oil Palm Plantation and Automobile Sectors

Labor and Globalization, edited by Christoph Scherrer, Volume 19,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 307 S.,
ISBN 978-3-95710-272-0 (print), € 29.80

While the link between trade liberalisation and labour rights has been mostly studied at a national level, this book analyses this relation at a sectoral level. It draws on case studies of oil palm plantations and the automobile sector in Indonesia. Two main research questions guide the book:

1.   How do labour- and capital-intensive sectors in Indonesia respond to competitive pressures brought about by trade liberalisation?

2.   What are the implications of such responses on labour rights in the two sectors?

Employing the Global Production Network approach, the book analyses power relations between the state, firms, and labour. It shows how competitive pressures brought about by trade liberalisation have different impacts on labour rights in the automobile and the oil palm plantation sectors. While sectoral characteristics (e.g., capital- or labour-intensity, capital mobility, skill requirements) shape the diverse impacts, they are actually products of power interplays between the state, firms, and labour.

Key words: Trade liberalisation, labour rights, employment, labour regime, labour agency, global production networks, palm oil, automobile, Indonesia

 

Julia Massolle, Gernot Mühge:
Beschäftigtentransfer in der Luftfahrtbranche. Zustandekommen und Wirksamkeitsanalyse der Air Berlin-Transfergesellschaften Boden und Technik

Schriftenreihe Arbeitsmarkt und betriebliche Personalpolitik, hrsg. vom Helex Institut, Band 3,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2020, 88 S.,
ISBN 978-3-95710-264-5 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-364-2 (e-book pdf), € 17.99

Im Jahr 2017 meldete die deutsche Airline Air Berlin Insolvenz an. Den beteiligten Akteuren aus Betriebsräten, der Gewerkschaft ver.di, dem Berliner Senat, der Agentur für Arbeit und den Transferträgern ist es in kurzer Zeit und unter großen Verhandlungsanstrengungen gelungen, für die Beschäftigten der Unternehmensbereiche Boden und Technik Transfergesellschaften zu implementieren. Damit ist bei Air Berlin geglückt, was wenige Jahre zuvor bei Schlecker gescheitert ist, und etwa 1.500 Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft konnten nach dem Verlust ihrer Arbeit in die Transfergesellschaft überwechseln.

Auf Basis eines quantitativen Forschungsprojektes analysieren die Autor_innen die Transfergesellschaften zur Insolvenz von Air Berlin, die von einem Netzwerk verschiedener Transferträger (PersonalTransfer, BOB Transfer, MYPEGASUS) durchgeführt worden sind. Die Studie untersucht das Zustandekommen der Transfergesellschaften, die Beratungsarbeit und ihre arbeitsmarktpolitische Wirksamkeit.

Schlüsselwörter: Empirische Arbeitsmarktforschung, Transfergesellschaft, Luftfahrtbranche, Personalabbau, Unternehmensrestrukturierung, Insolvenz

 

Methoden

 

Martin Eisend:
Metaanalyse

Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden,
hrsg. von Wenzel Matiaske, Martin Spieß u.a., Band 8,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2. Aufl. 2020, 113 S.,
ISBN 978-3-95710-267-6 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-367-3 (e-book pdf), € 17.99

Angesichts der stark zunehmenden Zahl von wissenschaftlichen Untersuchungen ist es heutzutage für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kaum noch möglich, einen Überblick über alle Forschungsergebnisse selbst in einem klar abgegrenzten Forschungsgebiet zu behalten. Auch zu relativ spezifischen Fragestellungen liegen oftmals mehrere Untersuchungen vor, die durchaus mit unterschiedlichen und manchmal sogar widersprüchlichen Befunden aufwarten. Hier kommt die Metaanalyse zum Einsatz. Die Metaanalyse ist ein Verfahren, mit dem die statistischen Ergebnisse verschiedener Untersuchungen integriert werden, so dass man ein zusammenfassendes Gesamtergebnis erhält; außerdem können im Rahmen der Metaanalyse die Gründe für die Unterschiede der einzelnen Ergebnisse, die in den verschiedenen Untersuchungen ermittelt wurden, analysiert werden.

Dieses Buch gibt eine kompakte Einführung in die Metaanalyse. Die Darstellung orientiert sich an den spezifischen Anforderungen an diese Methode in den Sozialwissenschaften. Das Buch richtet sich an Interessierte, die das Verfahren der Metaanalyse verstehen wollen, um Metaanalysen in der jeweiligen Fachliteratur besser nachvollziehen und interpretieren zu können, als auch an Interessierte, die selbst eine Metaanalyse durchführen wollen.

Schlüsselwörter: Empirische Generalisierung, Metaanalyse, Effektstärke

 

Hans-Gerd Ridder:
Case Study Research Approaches. Methods, Contribution to Theory

Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden,
hrsg. von Wenzel Matiaske, Martin Spieß u.a., Band 12,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 2.
Aufl. 2020, 244 S.,
ISBN
978-3-95710-263-8 (print), € 27.80
ISBN
978-3-95710-363-5 (e-book pdf), € 24.99

This book outlines the richness of case study approaches in their contribution to theory. It offers master and doctoral students a systematic overview of how to conduct case study research considering the variety of its approaches.

A continuum of theory is outlined in order to clarify the contribution of research designs to theory. Research topics, research questions, and the role of the theoretical and empirical state of the art are discussed. The conceptual framework is displayed as an orientation, guiding the study theoretically as well as methodologically.

The core of the book is the investigation into the main approaches of case study re-search. Exploratory, explanatory, constructivist, and extended case study approaches are outlined and compared. Commonalities and differences in data collection and data analysis within case study research are deepened.

Key words: Qualitative research, case study research, theory continuum, exploratory case study, explanatory case study, constructivist case study, extended case study